Archiv für das Tag 'Merkel'

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Offener Brief

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
liebe Frau Merkel,
mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass man bei Ihnen Geburtstagsfeiern auf Staatskosten ausrichten lassen kann. Ich finde es großartig, dass das Bundeskanzleramt auch Geburtstagsfeiern ausrichtet. Wenn Bürger des befreundeten Auslandes - wie Herr Ackermann - in den Genuss einer solchen Festivität kommen können, wird es doch ein leichtes sein, auch Inländern eine solche Transferleistung zukommen zu lassen. Ich hätte im nächsten jahr einen runden Geburtstag zu feiern und würde gerne meine Familie und meine Freunde in einem exklusiven Rahmen bewirten lassen. Da Sie ja aller Wahrscheinlichkeit bei der Bundestagswahl für eine zweite Amtszeit gewählt werden, sind sie ja dann weiterhin Hausherrin im Bundeskanzleramt und können die Veranstaltung dann auch organisieren lassen. Rechnen Sie mit etwa 80 Gästen. Bei schönem Wetter wäre es mir sehr recht, wenn Sie das Mittagessen auf Ihrer Terasse reichen lassen würden. Mir wäre Ihre Anwesenheit bei der Feier in der Zeit von 16 Unr bis 16:30 Uhr genehm. Sie können sich dann auch vom Kuchenbuffet bedienen. Aber bitte nicht mehr als 3 Stücke. Sie müssen ja auf den Bundeshaushalt achten. Nach 16:30 möchte ich mich dann aber gerne wieder meinen Gästen widmen. Bitte sorgen Sie auch dafür, dass beim Abendessen nicht die Reste vom letzten Staatsbesuch aufgewärmt werden. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie mit Ihrer Richtlinienkompetenz für die Zeit meiner Geburtstagsfeier im Bundeskanzleramt das Rauchverbot und eine eventuell bestehende Sperrstunde aufheben. Für die genaue Terminabsprache und die Abstimmung des Blumenschmuckes werde ich Sie dann Anfang des kommenden Jahres telefonisch kontaktieren.
Mit herzlichsten Grüßen und den allerbesten Wünschen für die Bundestagswahl verbleibe Ich Ihr

Treuer Untertan

Geschrieben von admin am 24. August 2009 | Abgelegt unter Allgemein, Banken, Gesellschaft, Politik | Keine Kommentare

Merkel und die schwäbische Hausfrau

Die schwäbische Hausfrau hat es unserer Kanzlerin ja angetan. Sie soll also das Vorbild für diese und künftige Regierungen sein. Zumindest, was den Umgang mit Geld betrifft. Und auch vielleicht nicht direkt für diese Regierumg, aber sicher doch für kommende. Da soll dann ganz solide gehaushaltet werden. Schulden sollen am besten gar nicht mehr gemacht werden und wenn sie doch nötig sind, eben nur in ganz geringen Ausmaß.
Weil man also künftigen Regierungen nicht mehr gestatten will, was sich diese Regierung selbstverständlich herausgenommen hat -auch schon vor der Wirtschaftskrise -, wird schleunigst ein Gesetz zur Schuldenbegrenzung zusammengeschustert.

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Geschrieben von admin am 11. März 2009 | Abgelegt unter Politik | Keine Kommentare

Der Unantastbare

Bahnchef Mehdorn lässt sich von gar nichts erschüttern. Datenskandale … davon hat er nichts gewusst und schon ist er aus dem Schneider. Stattdessen wird der Leiter der Konzernrevision (der direkt Mehdorn unterstellt ist) beurlaubt. Ein Bauernopfer soll wohl genügen.

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Geschrieben von admin am 11. Februar 2009 | Abgelegt unter Datenschutz, Politik, Wirtschaft | Keine Kommentare

Merkel in der Krise

Die Stärke von Bundeskanzlern hat man immer schon in Krisenzeiten am Besten sehen können.
Die vielfach gelobte Kanzlerin verliert sich angesichts der Finanzmarktkrise in Allgemeinplätzen. Sätze wie: „Es kommt jetzt darauf an, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen” und „Meines Erachtens müssen wir aber mit Augenmaß über die derzeit diskutierten Maßnahmen hinausgehen.” und „Die Krise der internationalen Finanzmärkte zeigt uns auch, man kann Einiges national machen, aber das Allermeiste muss international vereinbart werden” zeigen, wie wenig sich die Kanzlerin bei der Bewältigung der Krise zutraut.
Dass sie Transparenz fordert, wo sie selbst mit dafür gesorgt hat, dass Verschleierung und undurchsichtige Deals in der Finanzwelt um sich greifen konnten, ist ein hilfloser Versuch zu beweisen, dass sie das Heft in der Hand behält. Die Kanzlerin versteigt sich dazu, freiwillige Vereinbarungen mit der Finanzwelt als Heilmittel zu preisen. Als ob freiwillige Vereinbarungen mit Wirtschaftsakteuren irgendwann schon einmal etwas gebracht hätten. Ich verweise da gerne auf den immer wieder freiwillig erneuerten Ausbildungspakt.
Da lässt sie ihren Finanzminister ein Milliardenpaket für die Rettung der HRE absegnen, und ein paar Tage später sagt sie, einen «Blankoscheck» für Banken werde es nicht geben.
Führungsstärke, Entschlossenheit und klare Vorstellungen sehen für mich anders aus. Spätestens jetzt zeigt sich, was Merkel tatsächlich ist: Kanzlerinnendarstellerin

UPDATE 10.10.08: hier eine lesenswerte Analyse der Regierungserklärung unserer Kanzlerin. Danke für die Mühe aebby.

Geschrieben von admin am 3. Oktober 2008 | Abgelegt unter Politik, Wirtschaft | 3 Kommentare